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Zehn gute Gründe, um zu Hause zu gebären:


1. Weil ich dort die Geburt aktiv, frei und selbst gestalten kann
2. Weil ich weiß, dass ich meine Hebamme für die ganze Zeit der Geburt bei mir haben werde
3. Weil mein Kind zu Hause nach seinem Zeittempo in die Welt kommen kann
4. Weil mich keine zusätzlichen Stressfaktoren stören werden
5. Weil ich zu Hause vor medizinischen Übergriffen sicher bin
6. Weil das Kind ruhig und liebevoll empfangen wird
7. Weil Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett in einer Hand liegen
8. Weil die Geburt dann wirklich zum Fest wird
9. Weil ich die Wochenbetttage in den eigenen vier Wänden verbringen kann
10. Weil die ganze Familie mit einbezogen ist
(Quelle: Deutscher Fachverband für Hausgeburtshilfe)


„Schatz, ich will eine Hausgeburt"
Ich wünsche mir für die Geburt einen ruhigen, vertrauten Raum, eine verständnisvolle Geburtsbegleitung und die Möglichkeit, mich so zu geben, wie ich es für richtig halte - mich zu bewegen, wie ich möchte, zu schreien und zu stöhnen, wenn es mir hilft oder auf allen Vieren auf dem Boden zu krabbeln, wenn die Schmerzen dadurch erträglicher werden. Ich möchte meine Familie um mich oder doch zumindest in der Nähe haben und vor allen Dingen dich. Ich möchte mich an dir festklammern, wenn ich im Wehental zu versinken drohe, ich möchte von dir gehalten werden, ich möchte, daß du meinen Bauch streichelst und mir etwas zu trinken gibst, daß ich deine Hand drücken kann und mich an dich lehnen. Ich möchte unser Kind mit unseren Händen auffangen und daß du die Nabelschnur durchtrennst, wenn es soweit ist. Ich möchte dieses Wesen sanft und ruhig begrüßen ohne Neonlicht und Krankenhaushektik. Deshalb möchte ich es zuhause zur Welt bringen und nicht von einem anmaßenden Assistenzarzt "entbunden werden" - entmündigt und auf die Funktionen meiner Gebärmutter reduziert. Doch du bist skeptisch. Darum möchte ich, daß du über folgendes nachdenkst, denn ich muß das Kind gebären, aber du, du mußt es zeugen. Sicher hast du deine Vorstellungen davon, wie das vor sich gehen soll. Doch decken sich deine Vorstellungen mit dieser Vision einer aktiven überwachten geplanten sicheren Empfängnis?
  • Um ein optimales Sichtfeld zu gewährleisten, wird der gesamte Raum in grelles Neonlicht getaucht.
  • Der Boden und die Wände sind gefliest, falls es unkontrollierte Sauerei gibt.
  • Das Bett ist so hoch, daß die anwesenden Ärzte und Spezialisten bequem zusehen können.
  • Die zu begattende Frau wird vor dich auf den Rücken gelegt. Andere Positionen sind nicht vorgesehen.
  • Die 4 oder 5 Spezialisten (überwiegend Frauen), die um das Bett herumstehen, sehen genau zu, was du da machst, um dich beim kleinsten Fehler zu korrigieren.
  • Sie geben dir das Startsignal und weisen dich an, welche Haltung du einnehmen sollst.
  • Hältst du dich nicht an ihre Vorschriften, drohen sie mit dem Abbruch des gesamten Vorgangs.
  • Sie sagen dir genau, in welchem Winkel du deinen Penis in ihre Vagina einführen sollst. Weichst du davon ab, wirst du korrigiert.
  • Sie sagen dir genau, wie schnell, wie oft, wie fest und wie lange du zustoßen sollst und wie du atmen mußt.
  • Du sollst keinesfalls stöhnen oder schreien, weil das zuviel Energie verschwenden würde, die für den eigentlichen Vorgang gebraucht wird.
  • Sie führen Statistiken über die exakte Zeitdauer, die normalerweise benötigt wird vom Beginn der Prozedur bis zum Orgasmus.
  • Sie geben dir diesen Zeitraum plus-minus 5 Minuten. Ist es dann nicht vollbracht, schneiden sie evtl. deine Vorhaut ein, damit sie sich weiter zurückziehen lässt. Das ist schonender für deine Eichel, das weiß die Oberärztin aus Erfahrung.
  • Sie legen dir von Anfang an einen Zugang zu deinen Venen, damit sie dir, falls das Zeitlimit überschritten wird, Medikamente spritzen können, die dich das Ziel schneller erreichen lassen.
  • Falls deine Erektion einen Moment lang nachlässt, versehen sie deinen Penis mit einem Ring, um den Blutfluss zu verstärken. Sie sind nicht zimperlich, geschieht doch alles zu deinem Besten.
  • Dein Blutdruck wird überwacht, deine Herzfrequenz, deine Atmung und dein Puls. Weichst du von ihren Statistiken ab, erhältst du korrigierende Medikamente.
  • Dir wird ein Einlauf verpasst, damit der Druck deines Darmes nicht deine Tätigkeit beeinträchtigt.
  • Du darfst weder essen noch trinken, falls das Sperma operativ geholt werden muß.
  • Schaffst du es nicht in der von ihnen vorgegebenen Zeit zu ejakulieren, dann wird dir ein Röhrchen eingeführt und das Sperma abgesaugt. Das ist besser für dich und das Sperma.
  • Ist der Akt vollzogen, wirst du angewiesen, sofort deine Penis zurückzuziehen, selbst wenn er noch zuckt. Er wird gewaschen und mit einem Frotteehandtuch abgerubbelt.

  • Na, hast du (noch) Lust?
    © Antje Stulz, 2004


    Voraussetzungen
    Mutter und Kind sollten gesund sein und nicht als Risikoschwangere gelten.


    Mit wem
    Die Hebammen aus dem Geburtshaus begleiten Hausgeburten.
    Sie übernehmen auch die Vor- und Nachsorge.


    Grundausstattung
    Decken, rotes kuscheliges Handtucher (fürs Baby), Wegwerf-Slips, Binden und Wickelunterlagen, Malerfolie oder Picknikdecke, eine Schüssel für die Plazenta, große Mülltuten, Wärmekissen, Gefrierbeutel, Waschlappen