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In Deutschland wird immer gern und schnell zum Messer bzw. zum „Löffel" gegriffen. Laut Lehrbuch sind Ausschabungen die standardisierten Behandlungsmethoden,
nach einem Kaiserschnitt, nach einer Fehl- oder Todgeburt und  auch bei Wechseljahrbeschwerden.
Hierbei schabt der Arzt (blind, also nur nach Gefühl) die obere Schicht der Gebärmutterschleimhaut im Bereich der Gebärmutterhöhle und des Gebärmutterhalses ab, mit Hilfe von Gynäkologischen Werkzeugen, einem sogenannten scharfen (Abrasio) oder einem stumpfen Löffel (Kürettage).
Was meist als harmloser Routine Eingriff abgetan wird, ist und bleibt eine Operation, ein Eingriff unter Vollnarkose mit Risiken und Nebenwirkungen, wie starke Blutungen, Durchstechen der Gebärmutterwand und Narbenbildung die eine spätere Schwangerschaft oder Geburt erschweren können.
Neben den körperlichen Belastungen die jede OP zweifelsohne immer mit sich bringt, sollten aber vor allem die Verletzungen und Narben an der Seele nicht außer acht gelassen werden, die durch solche ( vorschnellen) Interventionen entstehen können.
Meist wird den Frauen nicht mal die Zeit gelassen emotional in der Situation anzukommen. Dabei ist Abschiednehmen ein wichtiger Teil des Prozesses. Nie sind Frauen schutzloser in ihren Empfindungen und Gefühlen, als in der Zeit der Übergänge (Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre…). Da kann es leicht passieren, dass man über viele Jahre in seinem Schmerz stecken bleibt, wenn nicht genug Raum für Trauer, Abschied und  Gefühle vorhanden ist. Viele Frauen fühlen sich allein gelassen. Manche Frauen fühlen sich sogar „vergewaltigt" und „beraubt" durch zu schnell durchgeführte Eingriffe.
Nach zwei Fehlgeburten (ohne Ausschabung!) kann ich nur immer wieder betonen, das der Schlüssel zur Heilung im Abschied nehmen liegt. Abschied nehmen bedeutet: Sich ganz bewusst  von etwas, jemanden zu trennen. Etwas greifen zu können, macht es be-greifbarer. Jede Frau, jede Familie sollte das Recht haben sich in ihrem ganz eigenen Tempo zu verabschieden. Frauen sollten darin ermutigt und gestärkt werden ihrem Körper zu vertrauen und ihr Kind zu sehen, zu bestatten, so winzig diese Kinder auch sein mögen.


1_08.htm#1">Hier gehts zum LinkHebammenzeitung-Schwerpunkt "Fehlgeburt"ARCHIV: 14.JG, AUSG. 1/8, Februar 2008